Maschinenbau & Produktion

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Der Maschinenbau ist wie viele andere Branchen von der Digitalisierung betroffen. Das ist nichts neues, es ist nur die Frage, wie große und mittelständische Unternehmen auf internationalen Märkten davon profitieren können. Schlagworte wie „Digital Engineering“ und „Industrie 4.0“ helfen da nicht weiter. Es geht vielmehr um Lösungen, die sich für die eigene Prozess-Effizienz mit relativ geringem technischem Aufwand umsetzen lassen. Die item Industrietechnik GmbH hat dazu in der Studie Wie sieht der Maschinenbau der Zukunft aus? (2019) fünf Thesen formuliert.

  1. Die Arbeitsabläufe in der Konstruktion werden nutzbringender, wenn 3D-Daten omnipräsent verfügbar sind.

„Es ist ein klarer Vorteil, wenn Bauteile nicht mehr nach- oder abgezeichnet werden müssen. sondern direkt in die eigene Konstruktion eingebaut werden können. Wenn der Einkauf die Bestellung durch die direkte Übermittlung via OCI-Schnittstelle nur noch abhaken muss, fällt auch hier die fehleranfällige Doppeleingabe von Daten weg.“ – S. Hübscher, Konstrukteurin und Ausbilderin EDAG Engineering GmbH

2. Die Ausgliederung von zeitaufwendigen Konstruktionsaufgaben an spezialisierte Anbieter wird einfacher.

„Interne Konstruktionsabteilungen sind in vielen Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich kleiner geworden oder verschwinden ganz. Die Ausgliederung von zeitaufwendigen Konstruktionsaufgaben an spezialisierte Anbieter wird einfacher darstellbar. Für diese Anbieter wird es entscheidend sein, durch passende Konfiguratoren Over-Engineering und damit unnötige Material- und Arbeitsaufwände zu verhindern. Wichtig werden zudem umfassende Archive für Konstruktionsdaten, aus denen dann etwa eine Hubtür der aktuellen Konstruktion als fertig konfigurierte Einheit hinzugefügt werden kann.“ – D. Karst, Leitung Konstruktion Kundenlösung item Industrietechnik GmbH

3. Die Arbeit für Maschinenbauer im Bereich Konstruktion von Kundenlösungen wird noch stressiger.

„Informationen zu haben bedingt ja nicht, diese auch sofort richtig interpretieren und einsetzen zu können. Es wird aber von Kundenseite mittlerweile erwartet. Die hohe Verfügbarkeit von 3D-Daten wird also mittlerweile zu einem eigenen Zeitfaktor, was Recherche und Einbindung in das eigene Projekt angeht.“ – R. Kösters, Geschäftsleitung HF Ingenieurbüro GmbH

4. Einzelpersonen und Unternehmen müssen sich im Maschinenbau auf eine völlig neue Geschäftswelt einlassen.

„Personen und Unternehmen, die früher erfolgreich waren, müssen sich neu erfinden, um zukünftig weiterhin Erfolg zu haben. Sowohl die Einzelperson als auch das Unternehmen im Maschinenbau muss sich auf eine völlig neue Geschäftswelt einlassen können. Früher gab es einen chronologischen Ablauf – heute ist multidimensionales Denken notwendig.“ – W. Kurtz, Geschäftsleitung item Industrietechnik GmbH

5. Technisch affine Berufseinsteiger mit einer branchentypischen Ausbildung werden in Zukunft noch stärker gefragt sein.

„Junge Mitarbeiter zu finden, die in einer digitalisierten Welt aufgewachsen sind, wird für viele Unternehmen zur wichtigen Herausforderung. Der Trend der letzten Jahre ging eher weg davon, überhaupt eine Ausbildung zu machen, das Studium stand im Vordergrund. Dort wiederum war Maschinenbau meist nicht immer die erste Wahl.“ – D. Viehoever, Geschäftsführer Viehoever Sondermaschinen GmbH

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